Ich erlebe sehr oft bei mir, dass ich ein sehr ungeduldiger Mensch bin. Ich glaube, dieses Problem haben sehr viele… Ich hab schon unzählige Male erlebt, dass ich um etwas bitte oder mir was erwarte und wenn das nicht gleich zutrifft, fang ich schon an zu jammern. Konkret geht‘s mir in vielen Alltagssituationen und in zwischenmenschlichen Beziehungen so, oder wenn ich Gott um etwas bitte. Vor allem gerade in der momentanen Situation, in der wir leben, merke ich die Ungeduld bei mir und bei vielen anderen Menschen ganz besonders.

Ich frag mich oft, warum es eigentlich manchmal „so lange“ dauert, bis man erhört wird – Gott hat ja die Macht, uns unsere Bitte (wenn sie auch seinem Willen entspricht) sofort zu erfüllen. Aber dann erinnere ich mich daran, dass für Gott die Zeit eine andere Bedeutung hat als für uns Menschen. Eine Freundin von mir hat mir mal erzählt, was ein Priester zu ihr gesagt hat, nämlich: „Eines hat Gott viel, und das ist ZEIT„. Bei Gott gibt es in dem Sinn keine Zeit, so wie wir sie kennen. Für ihn spielen Minuten, Stunden, Tage, Jahre,… keine Rolle.
Darum hat er wohl auch so viel Geduld mit uns. Ich staune immer wieder, wenn mir bewusst wird, wie geduldig er mit mir ist. Das ist etwas, dass ich echt von ihm lernen darf: Geduldig zu sein mit mir selbst, mit meinen Mitmenschen und vor allem mit Gott, besser gesagt mit seiner Führung und seinem Plan mit mir.

Die Geduld ist außerdem eine Frucht des Heiligen Geistes, darum dürfen wir gerade IHN bitten, dass er uns diese Frucht schenken möge.
Jesus, heute möchte ich dir meine Ungeduld hinlegen. Bitte hilf mir, in allen Lebenssituationen, vor allem im täglichen Leben geduldiger zu sein. Komm, Hl. Geist! Amen!

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