Was wird Carmen denken wenn sie erfährt, dass jeden Sonntag zur Kirche in die Hl. Messe gehe? Wird mich Fabian noch mögen wenn er erfährt, dass ich meinen Weg mit Gott gehe und das auch beibehalten möchte? Werden mich meine Freunde, mit denen ich am Samstag fortgehe, ablehnen oder fallen lassen wenn sie erfahren wie sehr ich Gott liebe? – Wer kennt diese Fragen nicht? Du auch? Ich kann dich beruhigen: du bist damit nicht allein. Ich hab sie mir schon sehr sehr oft gestellt. Und wenn wir in der Bibel lesen, können wir sehen, dass selbst die Jünger, die Jesus hautnah erlebt hatten, mit diesem Thema zu Kämpfen hatten:

„als die Jünger aus Furcht vor den Juden
die Türen verschlossen hatten“
(Joh 20, 19)

Die Jünger hatten Angst. Angst vor den Juden und davor, was sie über sie denken und auch vor allem was sie mit ihnen tun könnten/würden. Das können wir nicht nur im Johannesevangelium lesen, sondern auch an vielen anderen Stellen in der Bibel (ein Beispiel ist: Petrus hat Jesus aus diesem Grund dreimal hintereinander verleugnet). Sie hatten Menschenfurcht. Ich finde es beruhigend, dass auch die Aposteln nicht „perfekt“ waren. Die gute Nachricht: Jesus stört das es nicht. Er kommt trotzdem. Danke Jesus!

Bei dem oben genannten Vers denk ich aber auch daran, dass ich die Tür zu meinem Herzen auch relativ oft vor bzw. wegen meinen Mitmenschen verschließe. Früher noch mehr als heute. Damals sollte möglichst niemand wissen „wie“ gläubig ich bin; dass ich jeden Sonn- und Feiertag zur Hl. Messe gehe… Ich hatte Angst, dass mich meine „Freunde“ deswegen ablehnen und ich dann ganz allein bin. Jesus stört meine Angst / Furcht nicht. Er kommt trotzdem bzw vielleicht gerade deswegen zu mir, um mich – wie damals die Jünger – zu stärken; mir zu sagen, dass SEIN FRIEDE bei mir ist; dass ER mich SENDET und mir als Beistand den Hl. Geist gibt. Dieser führt und lenkt mich und meine Worte. Am besten ist es daher, soviel wie möglich mit Gott verbunden zu sein, sprich immer an Ihn denken, mein Herz ganz weit für Ihn aufmachen. Wenn Er bei mir ist, habe ich keinen Grund mich zu fürchten. Danke Jesus!

Ich möchte Dich einladen deine Menschenfurcht Gott zu übergeben. Nicht morgen oder übermorgen oder erst in einem Monat, sonder JETZT GLEICH. Du kannst dazu gern deine eigenen Worte verwenden, einfach mit Gott reden. Vielleicht helfen Dir diese Worte dabei:

Herr, heute möchte ich Dir ganz bewusst meine Menschenfurcht hinlegen. Ich möchte Dich bitten: nimm sie weg von mir. Ich mache mein Herz (erneut) ganz weit auf für Dich. Jesus, bitte zieh Du mit dem Vater und dem Hl. Geist drin ein! Hilf mir, mich ganz unter Deinen Blick zu stellen. Amen!

PS: Ich möchte Dir aus meiner Erfahrung noch kurz etwas mitgeben: Irgendwann habe ich angefangen dazu zu stehen, dass ich in die Kirche gehe, bete, etc. Das „Erstaunliche“ für mich war, dass eigentlich überhaupt niemand sein Verhalten mir gegenüber verändert hat. Es war für sie nichts „störendes“. Dadurch wurde mir klar, dass nicht sie ein Problem mit mir haben könnten/würden, sondern ich mit mir selber eins habe. Jeder geht seinen Weg. Es ist wichtig, die Menschen, mit denen man zu tun hat, so zu nehmen wie sie sind.

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